
Beginne mit einem weichen Mikrofasertuch und pH-neutraler Seife, um Winterstaub und leichte Ablagerungen zu lösen. Arbeite mit der Maserung, vermeide Übernässung und trockne sofort nach. Prüfe stumpfe Stellen oder Mikrorisse und frischt sie mit einem passenden Öl oder Wachs auf. Achte auf Raumfeuchte zwischen etwa vierzig und fünfundfünfzig Prozent, damit das Holz nicht spröde wird. Teste Pflegeprodukte stets an unauffälliger Stelle, um Verfärbungen zu vermeiden, und notiere Datum sowie verwendete Mittel für spätere Vergleiche.

Sauge Polster mit der Textildüse gründlich ab, klopfe lose Partikel im Freien aus und dreh Kissen, damit Druckstellen verschwinden. Entferne Flecken zeitnah mit geeignetem Reiniger, immer von außen nach innen arbeitend. Lichtschutz ist entscheidend: Direkte Sonne bleicht, daher Gardinen schließen oder UV-Schutzfolien nutzen. Bezüge nach Herstellerangaben waschen, Reißverschlüsse schließen, Form polstern. Naturfasern profitieren von schonender Pflege, synthetische Stoffe reagieren tolerant, aber laden sich schneller elektrostatisch auf. Kurze Frühlingslüftungen vertreiben Gerüche nachhaltig.

Kontrolliere versteckte Schrauben, Winkel und Scharniere auf Spiel und Korrosion. Ziehe lockere Verbindungen nach, aber überdrehe nichts. Ein Tropfen säurefreies, harzfreies Öl verbessert die Gängigkeit, während Silikonspray auf Holz gemieden werden sollte. Rollen unter Stühlen und Sideboards befreist du von Fäden und Haaren, damit sie Böden nicht zerkratzen. Ergänze fehlende Filzgleiter, tausche abgefahrene Kunststoffgleiter. So verschwinden Knarzen, Wackeln und ruckelige Bewegungen, die sonst schnell zu Materialermüdung führen. Am Ende: kurze Funktionsprüfung und saubere Hände.
UV-Strahlen bauen Bindungen in Lacken und Ölen ab, daher empfiehlt sich eine Schicht mit UV-Absorbern, rechtzeitig vor Hochsommer. Auf geöltem Holz dünn arbeiten, Überschuss abnehmen, gleichmäßig nachziehen. Lacke nur bei staubarmen Bedingungen ausbessern. Farbpigmente bieten zusätzlichen Schutz, besonders bei Außenflächen. Innenräume profitieren von Rollos, UV-Folien oder intelligent platzierten Pflanzen, die Licht mildern. Regelmäßige Staubentfernung verhindert abrasive Mikrokratzer, die Glanz mindern. Prüfe monatlich exponierte Kanten und Tischplatten, damit Auskreidung keine Chance hat.
Mineralische Oberflächen reagieren porös und nehmen Flüssigkeiten auf, weshalb eine geeignete Imprägnierung Flecken und Wasseradern begrenzt. Wähle lösemittelfreie Produkte für Innenräume, beachte Aushärtezeiten und ausreichende Belüftung. Auf Kalkstein und Marmor keine säurehaltigen Reiniger verwenden, sonst entstehen matte Flecken. Versiegelungen einmal jährlich prüfen: Wenn Wasser nicht mehr perlt, ist Nacharbeit fällig. Haarrisse früh erkennen, bevor Frost oder Temperatursprünge sie vergrößern. Vermeide stehende Feuchtigkeit auf Terrassenplatten, indem du für Gefälle und freie Fugen sorgst.
Wische Oberfläche nach Nutzung kurz feucht ab, entferne Pollen und Speisereste sofort. Nutze atmungsaktive Abdeckungen mit Spannbändern, damit kein Hitzestau entsteht. Stell Möbel leicht erhöht, damit Wasser ablaufen kann. Schrauben witterungsgeschützt nachziehen, Öl oder Lasur punktuell erneuern. Achte auf Abstand zur Hauswand, um Spritzwasser und Algenbildung zu reduzieren. Kleine Rituale, etwa fünf Minuten Pflege nach jeder Feier, summieren sich. So bleibt die Sitzfläche glatt, die Lehne stabil, und die Farbe leuchtet, ohne dass du am Saisonende eine große Sanierung brauchst.